Highlights vom Elevate Festival 2015

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Begonnen hat alles mit Antonino D'Ambrosio und seinem Film »Let Fury have the Hour« beim Elevate Festival 2014 in Graz. Im Film geht es um KünstlerInnen, die mit ihrer Arbeit gesellschaftsverändernd wirken wollen und das Konzept, das dahinter steht, nennt Antonino »Creative Response«.

 

 

"Flashmob der Ideen" steht auf dem Grazer Hauptplatz vor dem Rathaus. Es sind TeilnehmerInnen des Elevate-Festivals mit ihren Botschaften Foto: Alexander Danner

Von Brigitte Kratzwald, Redaktion Graz Creative Response, das Gegenmittel gegen Ohnmacht und Alternativenlosigkeit und für eine Neugestaltung der Welt von unten - solche Beispiele zu sammeln und die Menschen, die das tun, nach Graz zu holen, das ist es doch, was wir mit dem Elevate Festival seit zehn Jahren machen! Nach dieser Erkenntnis war das Motto für das 11. Elevate Festival 2015 schnell klar: "Elevate Creative Response" hieß es vom 22. - 26. Oktober rund um den Grazer Schlossberg. Denn kreative Antworten auf die aktuellen Krisen beschränken sich nicht auf Kunst. Dazu gehört genauso, wenn Menschen Transition-Initiaven gründen oder SoLaWis, wenn sie überlegen, wie sie das Internet für ihre Zwecke anstatt für die allgegenwärtige Überwachung nutzen können, wenn sie neue Gesellschaftsmodelle entwickeln und auch gleich in der Praxis ausprobieren, ein Demokratie-Repaircafé veranstalten oder die Stadt der Zukunft mit kurzen Wegen und gemeinsam nutzbaren Räumen planen.

Um solche Ideen in die Welt zu tragen, ist es wichtig, Geschichten zu erzählen. Im nächsten Schritt geht es dann aber auch darum, diese Ideen in Handlungen zu übersetzen. Darum waren, - nach Vorträgen und Panels am Freitag - für den Samstag auch jede Menge Workshops geplant, bei denen das möglich war. Da gab es ein Demokratie Repaircafé und Workshops zur Planung der Stadt der Zukunft, zu Datenpolitik, über Methoden für die Recherche und Visualisierung von Daten für politische Kampagnen, über wirklich öffentliche Medien und konviviale Technik. Beim Grandhotel Cosmopolis wurden Flüchtlinge zu GastgeberInnen und im Theaterworkshop "Future Games" wurde erprobt, wie sich alternative Gesellschaftskonzepte auf den alltäglichen Lebens- und Arbeitsalltag auswirken würden. In einem Workshop wurden Drachen gebaut, die am nächsten Tag in den Grazer Himmel aufstiegen, ganz nach dem Motto "Kites not Bombs". Nach dem Ende der Workshops versammelte sich ein Teil der TeilnehmerInnen mit ihren Botschaften auf dem Grazer Hauptplatz vor dem Rathaus. Diesen "Flashmob der Ideen" zeigt das Titelfoto. Der Schwerpunkt bringt einige Highlights aus dem Festival-Programm. Auf Seite 11 findet sich ein Beitrag von Antonino D'Ambrosio, in dem er seinen Zugang zu Creative Response beschreibt. Verschiedene kreative Ideen für die notwendige gesellschaftliche Transformation sind auf Seite 12 versammelt. Seite 13 ist dem Tactical Technology Collective gewidmet, das sich für einen emanzipatorischen Umgang mit Internet und neuen Medien engagiert und auf Seite 14 stellen sich die vienna.transitionBASE und das Grandhotel Cosmopolis vor.

Spendenziel 2016: 6.500 Euro

»Ändere die Welt. Sie braucht es.«

Bert Brecht

Ändere die Welt, sie braucht es; immer dringlicher. Wie beim Gärtnern braucht es Geduld, bis die Zeit der Ernte kommt. Wir können heute nur säen. Samen des Widerstandes und hoffen, dass eine robuste Pflanze sprießen wird. Klein fing der Widerstand bei den selbstorganisierten Klimacamps an, diesen Sommer wurde die Garzweiler-Grube trotz Polizeipräsenz von Hunderten besetzt.

 

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