Konferenz: UTOPIKON – Wege und Herausforderungen in eine geldfrei(er)e Gesellschaft

 

Utopie leben

Vom 04.-06. November laden wir, das Projekt- und Aktionsnetzwerk »living utopia«, zur Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON nach Berlin ein. Geplant ist der Mitmachraum mit 300 Teilnehmer*innen, vier Keynotes, mehr als zwanzig Workshops und einem inspirierenden Rahmenprogramm.

Die Idee: Die UTOPIKON möchte zum Diskurs einladen. Wie können wir solidarisch wirtschaften? Wie sehen Alternativen für eine zukunftsfähige Ökonomie aus? Wie möchten wir leben? Ökonomie kommt von Oikos – Hausgemeinschaft, die Teilhabe aller. Die aktuelle wirtschaftliche Situation lässt jedoch nicht teilhaben, sie separiert.

Deswegen möchten wir über Herausforderungen und Potenziale einer geldfreieren Gesellschaft in den Austausch treten. Die UTOPIKON möchte dabei neben der theoretischen, diskursiven Komponente auch durch gelebte Praktiken inspirieren und Alternativen aufzeigen. Es wird daher drei Workshopstränge geben: Theoretischer Background, gelebte Praxis und innerer Wandel/ Ausdruck.

Geldfreie Organisation – gelebte Praxis?

Durch die geldfreie Organisation – was bei uns auch das Anstreben der Überwindung der Tauschlogik beinhaltet – möchten wir Ansätze einer solidarischen Ökonomie, die nicht auf Wachstum beruhen, lebendig werden lassen. Die Konferenz ist damit für uns neben Austausch-, Vernetzungs- und Mitmachraum ein praktisches gesellschaftliches Experiment, welches spannende Perspektivwechsel ermöglicht.

Dabei organisieren wir nach dem Motto: Wir sollten das Unmögliche probieren, um das Mögliche zu schaffen! Lasst uns kreativ werden. Nur, weil etwas undenkbar ist, heißt das noch lange nicht, dass es unmöglich ist: Es wurde bisher einfach nicht gedacht und liegt daher nicht im Bereich des Vorstellbaren.

Mit gesellschaftlicher und ökonomischer Organisation und Koordination ist es sicher ähnlich. Es stehen so viele Wege offen – Schon heute gibt es viele Ansätze im Kleinen, die zeigen, dass wir zukunftsfähiger, solidarischer und sozial-gerechter wirtschaften können. Wir glauben, Räume, um darüber zu sprechen, kann es gar nicht genug geben. Und dann geht’s einen Schritt weiter, denn wie heißt unsere Devise so schön? »Not just talking about utopia, but: living utopia« - Nicht nur über Utopie sprechen sondern Utopie leben. Vieles können wir erst im Tun heraus finden – Herausforderungen erkennen und Potenziale entdecken. Und vor allem: Über das bisher Denkbare hinaus wachsen.

Raum für Begegnung

Durch die Mitmach-Aspekte wird bereits deutlich: Raum für Begegnung und Vernetzung soll nicht zu kurz kommen. Daher möchten wir neben den eher kognitiven, für eine Konferenz typische Elemente, Orte (räumlich und zeitlich) schaffen, die zum mitmachen, vernetzen, diskutieren und verweilen einladen. Die Konferenz startet daher am Freitagabend mit einem gemeinsamen, familiären »get together« und einer Schnippelparty. Am Samstag geht’s dann los mit einem sehr gefüllten, zeitlich eng getakteten Programm, um am Sonntag die UTOPIKON unter anderem mit der Wishbowl zusammen ausklingen zu lassen.

Was passiert inhaltlich?

Die Keynotes und Workshops laden dazu ein, Gesellschaft neu zu denken, suffizientere Lebensstile kennen zu lernen und sich eine Ökonomie jenseits von Wachstumszwang, Leistungsdruck und Selbstoptimierungswahn auszumalen.

Die Keynotes werden von folgenden Referent*innen gestaltet: Ökonomin und Aktivistin Friederike Habermann, Zeitpionier und Ökonom Gerrit von Jorck, Commonsaktivistin Silke Helfrich sowie Postwachstumsökonom Niko Paech. Sie sorgen mit ihren Perspektiven für inspirierenden Input. Vertiefend kann sich dann in den Workshops ausgetauscht werden. Außerdem gibt es ein anregendes Rahmenprogramm, durch welches wir Aspekte eines anderen gesellschaftlichen Miteinanders lebendig werden lassen möchten, wie beispielsweise durch den Kleider- und Dingeschenkspot sowie die interaktive Diskussionsmethode »Wishbowl«. Leckere vegane (Bio-)Verpflegung wird es durch einen Mitmachbrunch sowie einer gemeinsamen Mahlzeit aus nicht mehr verkaufsfähigen Lebensmitteln geben. Sei dabei!

Bei Interesse kannst Du Dich gerne in die Interessent*innen-Liste unter http://utopikon.de/eintragen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Die Anmeldung beginnt dann am 05. August – das erfährst Du rechtzeitig, wenn Du Dich in die Liste einträgst. Vielleicht möchtest Du auch an der Konferenz in Form einer Workshopgestaltung mitwirken? Dazu gibt es weitere Informationen unter: utopikon.de/call-for-papers/



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