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Ein weiterer Freiraum in Berlin geht verloren

Vor zwei Monaten wurde das seit mehr als 30 Jahren bestehende Hausprojekt »Liebig34« im Berliner Stadtteil Friedrichshain geräumt. Besetzt 1990 im Kontext der Hausbesetzerbewegung in Ost-Berlin nach der Wende, war die Liebig34 seit 1999 ein queer-feministisches Projekt, in dem keine Männer wohnten. Zwischen 2008 und 2018 hatte das Haus einen Nutzungsvertrag. Seit knapp zwei Jahren […]

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Räume zur Erholung und Reflektion schaffen

Wie können wir gemeinsam am sozial-ökologischen Wandel arbeiten, ohne dabei auf Dauer selbst zu verschleißen? Das Projekt »Zähne putzen« gibt eine mögliche Antwort auf diese Frage – und vermittelt Aktivist*innen an tauschlogikfreie Retreatorte, die häufig von Gemeinschaften zur Verfügung gestellt werden. Eileen ist bei »Zähne putzen« aktiv und beantwortete die Fragen von CONTRASTE-Redakteurin Regine Beyß. […]

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Erinnern an Menschen im Widerstand

Straßennamen und Denkmäler sind in die Topologie der Stadt eingebrannte Geschichte. In immer mehr Städten setzen sich postkoloniale Arbeitskreise für die Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit und die Umdeutung von Namen und Erinnerungsorten ein. Friederike Grabitz, Lübeck Seit Ende August ist es amtlich: Die Mohrenstraße in Berlin wird Geschichte sein. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Berlin-Mitte hat die Umbenennung […]

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Rüsselheim: Ein Ort für Tiere

Doris Rauh aus Allmannshofen (Bayern) gründete 2009 »Rüsselheim e.V.« mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Mastschwein-Betrieb mit eigener »Ferkelproduktion« Schritt für Schritt aufzulösen und das Leben aller dortigen Schweine zu retten. Inzwischen hat der Verein über 1.500 Tiere einen Ort für ein artgerechtes Leben geschaffen. Kathrin Hampf, Darmstadt Das, was bei Hunden und Katzen seit Jahrzehnten […]

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Kollektive Gastlichkeit

Von selbstorganisierten bzw. selbstverwalteten Hostels und Tagungshäusern sollte dieser Schwerpunkt handeln. Was sich dann gar nicht als so einfach herausstellte, denn: Wir haben – mit einer Ausnahme – keine Projekte gefunden, die »nur« ein Hostel oder Tagungshaus betreiben. Brigitte Kratzwald, Redaktion Graz Nach dieser ersten Erkenntnis sind wir daran gegangen zu schauen, welche Gruppen neben […]

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Eine gemeinschaftliche Antwort auf die Pandemie

Cecosesola stellt als gemeinnützige Organisation einen fundamental wichtigen Faktor für das Überleben eines nennenswerten Anteils der Bevölkerung in Venezuela dar – besonders unter den derzeitigen Umständen. Das sagt viel aus über ihre Möglichkeiten in puncto Resilienz. Autor*innenkollektiv von Cecosesola-Mitgliedern Die Situation, die Venezuela durchlebt, ist mit COVID 19 noch um einiges schwieriger geworden. Venezuela ist […]

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Arbeiten im Kollektiv

Mit gleichberechtigten Entscheidungsstrukturen und gemeinsamen Besitzverhältnissen versuchen Kollektivbetriebe, eine ökonomische und gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus zu realisieren. Sie stoßen dabei an Grenzen, gehen aber auch immer wieder über sie hinaus. Regine Beyß, Redaktion Kassel Lohnarbeit hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Jedes Mal, wenn in einer politischen Debatte das Argument »Arbeitsplätze« fällt, können wir […]

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Mehr als die Summe seiner Teile

Da es bei Fahrwerk (FW) keine*n Chef*in gibt, entfällt die Weisungsbindung, die einzelne Personen dazu zwingt, etwas zu tun. Doch natürlich ist es im Tagesgeschäft fatal, sich der Anweisung der Disponierenden zu widersetzen. Überleben im Kurier*innengeschäft doch nur die Firmen, die es am besten verstehen, die Flut an spontan hereinkommenden Aufträgen erst zu generieren und […]

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Vio.Me wurde der Strom abgestellt

Ende März hat die staatliche Stromgesellschaft der selbstverwalteten Fabrik Vio.Me in Thessaloniki den Strom abgestellt. Offensichtlich wurde dafür der Zustand der Ausgangssperre genutzt, um den Widerstand und Protest möglichst klein zu halten. Eine internationale Spendenkampagne soll die Produktion weiter sichern. Manfred Neugroda, Köln Mit seinem seit über sieben Jahren selbstverwalteten Betrieb ist Vio.Me ein Leuchtturmprojekt […]

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Abschiebung trotz Suizidgefahr

Zwei Aktivistinnen haben einen Freund während der Zeit in der Anstalt für Abschiebehaft in Büren (NRW) begleitet. Dabei lernten sie die katastrophalen Zustände dort kennen und wollen sie an die Öffentlichkeit bringen. Für CONTRASTE sprach Brigitte Kratzwald mit Eva vom AK Asyl in Göttingen und mit Olga vom AK Asyl Witzenhausen. Wie seid ihr denn […]

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