Termine Juli + August

VORTRAG

Anarchistische Perspektiven auf Selbstverwaltung und -organisation
04. Juli - 19:00 (Berlin)

»Wir wissen selber, was zu tun ist. // Unser Kopf ist groß genug….« heißt es in dem Scherben-Song »Die letzte Schlacht gewinnen wir«. Das Thema Selbstverwaltung und -organisation durchzieht seit jeher das anarchistische / anarcho-syndikalistische Denken und zeigte sich auch in der Praxis sowohl in der kurzweiligen Pariser Commune (1871) als auch in der sozialen Revolution in Spanien (1936/37). Neben jenen »klassischen« Beispielen wird der Hauptfokus des Vortrages auf neueren anarchistischen Ansätzen der Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen von Selbstverwaltung und -organisation gerichtet sein.
Referent: Dr. Maurice Schuhmann / promovierter Politikwissenschaftler und langjähriger Aktivist.
Ort: filmArche, Lahnstraße 25, 12055 Berlin
Info: www.filmarche.de


VERANSTALTUNGSREIHE

»Eine Stadt für Alle!«
4. Juli, 7. August, 3. September (Köln)

Die Veranstaltungen: Gesundheit für Alle!, Migrantische Arbeit - prekäre Arbeit? und Recht auf Stadt, sind Teil der Veranstaltungsreihe »Let's build a Solidarity City - Von Zugehörigkeit und gleichen Rechten - Konzepte, Erfahrungen, lokale Handlungsfelder«

Stellen wir uns vor, wir leben in einer Stadt, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben; in der alle Menschen zugehörig sind, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Solidarity Cities sind der Versuch, die Politik der Städte dieser Realität der Migration anzupassen und das Recht auf Stadt, unabhängig von Pass, Herkunft oder Einkommen einzufordern. Es geht um die Idee einer Stadt, in der alle Bewohner*innen gleichermaßen am öffentlichen Leben und an den Institutionen teilhaben. Ansätze einer solchen Stadtpolitik von unten, zeigen sich bereits in alltäglichen Kämpfen, in denen Menschen den Einschränkungen durch staatliche Behörden trotzen oder auf die Ausnutzung von Grauzonen drängen. Eine Stadt für Alle, wie kommen wir dahin? Und was können wir aus Erfahrungen anderer Städte lernen?
Orte: Technische Hochschule und DGB Haus, Köln
Kontakt:
post(at)rls-nrw(dot)de


ATTAC SOMMERAKADEMIE

Widerstand zur rechten Zeit: Organisieren wir uns!
11. - 15. Juli (Graz)

Es ist beängstigend: Rechtsextreme in der Regierung, geplante Massenüberwachung, Angriffe auf Journalist*innen, immer mehr Tote im Mittelmeer, Kürzungen bei Sozialem und Steuersenkungen für Reiche und Konzerne stehen uns bevor. Die Attac Sommerakademie 2018 widmet sich in diesem Jahr den besorgniserregenden Entwicklungen unter Schwarz-Blau sowie in der EU. Neu wird dabei sein, dass sich die Teilnehmer*innen nicht nur der Analyse, sondern einen Tag lang auch voll und ganz Strategien und Organisierungsansätzen widmen wollen. Denn wenn eine andere Welt möglich ist, ist jetzt auch die rechte Zeit für die Frage: Wie kommen wir dahin?
Ort: Caritas Schulzentrum, Grabenstraße 41, 8010 Gra
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Info: www.attac.at


A-CAMP

Ein Experiment gelebter Anarchie
1. - 8. August (Österreich)

Das anarchistische Sommercamp ist ein gemeinschaftlich gestaltetes Camp, das es ermöglichen soll, Menschen die gelebten Anarchismus verfolgen, zusammen zu bringen, sich auszutauschen und über Entwicklungen in der Bewegung zu reflektieren. Es ist ein Experimentierfeld, das selbstbestimmte, antiautoritäre Theorie und Praxis zusammenführt und die Möglichkeit schafft, Netzwerke aus Solidarität und gegenseitiger Hilfe aufzubauen, sowie Diskriminierungsformen bewusst anzusprechen und abzubauen. Da es solche Momente/Gelegenheiten noch viel zu selten gibt, soll dass das kommende A-Camp noch vielfältiger, intensiver und kreativer gestaltet werden.
Ort: im Norden Österreichs
Info: www.a-camp.net



FRIEDENSCAMP

Krieg beginnt hier - Rheinmetall entwaffnen“
29. August - 4. September (Landkreis Celle)

Unter diesem Motto wird es rund um den diesjährigen Antikriegstag am 1. September Aktionen am Rheinmetall-Standort in Unterlüß geben. Darauf verständigten sich auf einem Bündnistreffen Menschen aus verschiedenen Gruppen der Friedens- und Antimilitarismus-Bewegung sowie Gewerkschaftsvertreter*innen. Teil des Bündnisses sind auch Solidaritätsinitiativen mit Kurdistan sowie Organisationen der Freiheitsbewegung Kurdistans. Ein thematischer Schwerpunkt der Aktionstage wird der Krieg des türkischen Staates unter der Führung von Erdogan und seiner AKP in Afrin/Nordsyrien sein. Direkt am Antikriegstag soll es eine öffentlichkeitswirksame Aktion geben. Zu einer überregionalen Demonstration will das Bündnis am 2. September, aufrufen. Die Aktionen richten sich gegen Rheinmetall, da nahezu auf jedem aktuellen Kriegsschauplatz mit Waffen dieses Konzerns Menschen getötet werden. Und wo Rüstungsexportrichtlinien diesem Handel auch nur kleine Hürden in den Weg stellten, wusste Rheinmetall diese zu umgehen. Rheinmetall ist in den letzten Monaten mehr denn je in den Fokus öffentlicher Kritik geraten. Dies mit wirksamen Aktionen aufzugreifen und die Kritik am Konzern und der deutschen Rüstungsexportpolitik zu forcieren, ist Ziel des Bündnisses.
Ort: Unterlüß/Niedersachsen
Info: www.rheinmetallentwaffnen.noblogs.org


SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT

Erzählcafé
5. September, 17 Uhr (Göttingen)

Zu Gast bei dem Erzählcafé zum Thema »Solidarische Landwirtschaft« ist Sigmar Groeneveld. Er ist emeritierter Professor für »Agrarkulturen« an der Universität Kassel. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören »Brotkünste« (1986), »Grün kaputt – warum?« (1988). Im Oktober 2004 erschien im Innsbrucker Studienverlag eine gemeinsam mit Bernhard Heindl verfasste Textsammlung zum Thema »Agrarkulturen«. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Ort:
Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Am Goldgraben 14
Info: http://www.freiealtenarbeitgoettingen.de


GEMEINSCHAFT

Interkommune-Seminare
August / Oktober (Region Kassel)

Ihr habt Interesse an Gemeinschaft, könnt euch aber noch nicht so richtig vorstellen, wie das Leben in einer Kommune aussieht? Ihr wollt in eine Gemeinschaft einsteigen oder selbst eine Kommune gründen? Ihr wollt euch informieren über gemeinsame Ökonomie und Entscheidungen im Konsens? Ihr wollt euch mit Menschen austauschen, die in Kommune leben oder auch darüber nachdenken?
Die fünf Kommunen in der Region Kassel laden zu einem langen Wochenende ein, an dem ihr die Gemeinsamkeiten der Gruppen, aber auch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte und Herausforderungen kennenlernen könnt.
Zeit und Ort 2018:
09. - 12. August, Gastwerke, Escherode
11. - 14. Oktober, Lebensbogen, Zierenberg
Info: www.kommuja.de


Konfliktmoderation

in drei Modulen:
30. August - 02. September (KURVE Wustrow)
28. - 30. September (KURVE Wustrow)
26. - 28. Oktober (Ökozentrum Verden)

Das Training richtet sich an Menschen, die Gruppen moderieren, besonders an Aktivist*innen in sozialen Bewegungen und selbstverwalteten Strukturen wie Wohnprojekten oder Genossenschaften. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, interne Gruppenkonflikte konstruktiv zu begleiten, sowie andere Strukturen oder auch Einzelpersonen zu unterstützen. Weitere Themen sind der Umgang mit der eigenen Parteilichkeit und mit starken Gefühlen in der Gruppe. Die Schwerpunkte können sich je nach Bedarf der Teilnehmenden unterschiedlich gestalten.
Ort: Kirchstraße 14, 29462 Wustrow (Wendland)
Info: www.kurvewustrow.org


FEMINISTISCHE SOMMERUNI 2018

Politisch, solidarisch und doch streitbar
14. - 16. September (Berlin)

In über 60 Vorträgen, Workshops und Diskussionen geht es um bewegte und bewegende Frauen- und Lesbengeschichte(n) - von der Ersten über die Neue Frauenbewegung bis hin zu aktuellen queer-feministischen Debatten. Vom Tomatenwurf bis zum Cyberfeminismus, von Kampagnen gegen §218 bis zur Reform des Sexualstrafrechts, über die Frauenhausbewegung bis zur Realität jüdischer lesbischer Frauen: Wo gibt es Unterschiede, was verbindet?
Die feministische Sommeruni bietet eine Plattform, unterschiedliche Strömungen der Frauen- und Lesbenbewegung zu erinnern, vorzustellen und zu diskutieren. Ausgangspunkt bilden die Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen der Frauen- und Lesbenbewegungen. Somit schlägt die Sommeruni 2018 Bögen von Bewegungsgeschichte zu aktuellen politischen Fragen, von Archiv-Beständen zu heute aktuellen Themen. Und alle sind dabei herzlich willkommen: Ob feministische Blogger*innen, Aktivist*innen der autonomen Szene oder Gleichstellungsbeauftragte; ob Studierende, Lehrende oder Medien- und Kulturschaffende; ob akademisch oder aktivistisch
- oder die, die es einmal werden möchten -, alle feministisch Interessierten sind eingeladen, sich zu informieren, zu begegnen und miteinander auszutauschen.
Ort: Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Info: www.feministische-sommeruni.de


GEWALTFREI AKTIV

»We shall overcome!«
13. Oktober (Gammertingen)
14. Oktober ( Buttenhausen)

»Wie kann es ein Mensch in dieser Welt voller Kriege und Ungerechtigkeit schaffen, sich sozial zu engagieren, weiter zu streiten und gesund zu bleiben, ohne sich aufzureiben, aufzugeben oder zynisch zu werden?« (Howard Zinn)
Eingeladen sind engagierte Menschen, die sich für eine gerechtere, friedvollere und zukunftsfähige Welt einsetzen. Bei dieser Tagung kommen auch wieder Menschen zu Wort, die mit ihrem Engagement Hoffnung und Mut zum eigenen Handeln machen.
In Buttenhausen bei Münsingen überstieg im 19. Jahrhundert der jüdische Bevölkerungsanteil den christlichen. Antisemitismus und Rassenhass bewirkten nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland auch in diesem Ort das Ende des christlich-jüdischen Zusammenlebens. Mit mehreren Deportationen ortsansässiger Juden wurde die jüdische Gemeinde ausgelöscht. Im 80. Jahr nach der Reichspogromnacht soll an das jüdische Kapitel örtlicher Geschichte in Buttenhausen erinnert werden. Dafür wird am Sonntag ein geführter Rundgang angeboten.
Ort: Evangelisches Gemeindehaus, Roter Dill 11, 72501 Gammertingen
und Jüdisches Mahnmal, 72525 Münsingen-Buttenhausen
Info: www.lebenshaus-alb.de



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